Geschichtliches

In der heutigen Zeit sind Pflegedienstleistungen allgegenwärtig. Menübringdienste beliefern Menschen, die sich selbst nicht mehr oder nur noch eingeschränkt versorgen können, mit täglichen Mahlzeiten. Haushaltshilfen kümmern sich um Einkäufe und die Ordnung im Haushalt.

Früher, als es noch keine Sozialdienste, keine regelmäßige Wasserversorgung im Haus und auch keine Supermärkte gab, hatten es gerade die Hilfsbedürftigen sehr schwer, ihr tägliches Leben einigermaßen vernünftig zu gestalten. Häufig war auch die Lebenserwartung dieser Pflegefälle unverhältnismäßig kurz im Vergleich zu heute.

Bad Cannstatt Ende 19. Jahrhundert
Bad Cannstatt Ende 19. Jahrhundert

Damit auch die Alten, Kranken und Gebrechlichen der damaligen Zeit ein menschenwürdiges Dasein erleben konnten, hatten sich in Bad Cannstatt einige Frauen in den sozialen Dienst begeben und versorgten diese Menschen mit dem Nötigsten… unter anderem mit Wasser.

Dieses Wasser holten die Frauen von den Cannstatter Quellen und Brunnen und trugen es in Krügen und Eimern durch die damals noch schwer zu begehenden Straßen und Gassen des alten Cannstatter Stadtkerns. Erst als mit der Industrialisierung auch die Wasserversorgung durch Leitungen in die Häuser erfolgte, verschwanden diese hilfsbereiten Frauen aus dem täglichen Leben in Bad Cannstatt.

Sie wurden bekannt als Quellenweiber.

Aufgrund dieses geschichtlichen Hintergrundes versteht es sich auch, dass wir keine Hexen, Teufel oder Geister sind. Am Aussehen unseres Häs und unserer Maske wird dies auch noch verdeutlicht. Näheres dazu findet Ihr auf den folgenden Seiten.

<< | >>